Wiesntrends 2016

Auf zur Wiesn! –Trends 2016/2017

 

Der Herbst zieht ins Land und somit auch die Wiesnfeste.

Am Beginn dieser bunten Jahreszeit ist ein großes Thema die Tracht. Um auf „DER WIESN“ sich den Genüssen hingeben zu können, möchte ich Sie über einiges informieren.

 

Glücklicherweise gibt es heute unzählige Modelle von Dirndlkleidern, die ihren Ursprung im 18. Jahrhundert nehmen. Anfangs von Dienstbotinnen in Bayern und Österreich getragen, entdeckte die Oberschicht dieses Kleidungsstück als Sommerkleid. Heute sind Farben, Muster und Materialien keine Grenzen gesetzt und es wird jedes produzierte Dirndl garantiert „Ihre Trägerin“ finden.

 

Wenn Sie Ihre Trachtengarderobe zusammenstellen, gibt einiges zu beachten, darüber möchte ich Sie nun gerne informieren:

 

Zu einem feschen Dirndl wird eine Bluse getragen, meistens ist diese weiß oder auch schwarz, mit oder ohne Puffärmel, Kurz- oder Langarm, mit oder ohne Rüschen, je nach Ausschnitt des Kleides..

 

Prinzipiell endet das Dirndl „einen Maßkrug hoch über dem Boden“. Da es Trägerinnen unterschiedlichster Größen gibt, sei erwähnt, dass das Dirndl mindestens in Kniehöhe endet.

 

Ein wichtiger Hinweis für Herren: Die Bindung der Schürze zeigt den Status der Trägerin an!        Rechts gebunden – vergeben. Links gebunden – single. Hinten gebunden – verwitwet.

 

Über Tragevorschriften betreffend Schuhe und Strümpfe sind die Regeln heute nicht mehr so streng wie im vorigen Jahrhundert. Egal, ob traditionelle Haferlschuhe oder High-Hills oder Pumps, diese sollen doch in irgendeiner Form .als Trachtenschuh wiedererkannt werden, entsprechend dem mehr oder weniger rustikalen Outfit angepasst. Dasselbe gilt auch für Schmuck, Taschen, Westen und Jacken, alle Accessoires sollen entsprechend der Tracht in Farbe und Form eine harmonische Einheit bilden.

 

Wenn Sie gerne „Ihr spezielles Wiesen-Outfit“ selbst zusammenstellen möchten, das sonst keine andere Dame trägt, stehe ich Ihnen gerne jederzeit nach telefonischer Vereinbarung zur Verfügung!

 

Die Frisur:

 

Langes Haar wirkt mit Zopfmuster einfach „fenomenal!“ Egal wie sie Ihr Haar „verzopfen“, sie sind auf der Gewinnerseite! Ein Tipp speziell bei feinem Haar: Haarbänder mit eingeflochten verstärken jeden Zopf.

 

Bei kurzem Haar kann man mit Haarteilen sich eine Länge erschummeln, wer das nicht möchte – ein Blumenkranz oder eine Blümchenhaarspange oder ein elastisches Trachtenhaarband sorgt immer für sicheren Tragekomfort.

 

Anders ist es bei traditionellen Dirndln. Hier erkennt man aufgrund eines bestimmten Stoffmusters und einer bestimmten Farbe, aus welcher Region die Trägerin kommt. So gibt es zum Beispiel unzählige verschiedene Trachten aus jeweiligen Regionen für Damen und Herren, die in der ganzen Welt ihre Heimat repräsentieren. Diese sind in Farbe, Form und Stil der jeweiligen Region angepasst.

 

Ich erlaube mir, unter den vielen verschiedenen, die Mostviertel-Tracht hervorzuheben, da es meine Heimattracht ist. Diese weist auf unser wunderschönes Mostviertel hin, welches mit den einzigarten Birnbaumkulturen geprägt ist, indem bei dem schwarzen Dirndl mit weißer Bluse eine kräftig rote Schürze mit weißem geschwungenem Birnenmuster genau diese Region darstellt. Dieses Birnenmuster findet man auch in Accessoires wie Taschen, Tüchern etc. wieder.

 

Die Herren tragen dazu den traditionellen Mostviertler Trachtenanzug in Anthrazit mit rotem Stehkragen und Knopfleiste, dazu weißes Hemd und rotes Gilet. Dieses traditionelle Kleidungsstück gibt es auch für Damen in Form von Hosenanzug oder klassischem Kostüm.

 

Apropos Herren:

 

Was trägt dieser auf der Wiesn? Die Krachlederne natürlich!!!°

Dieses Trachtenstück ist eine Sache für sich. Wer eine „echte Krachlederne“ haben möchte und noch keine hat, sollte sich am Dachboden bzw. im Kleiderschrank der Eltern und Großeltern umsehen oder in einem Second-Handgeschäft sein Glück versuchen, denn die Devise lautet:

 

Je abgetragener und speckiger dieses Kleidungsstück aussieht, desto echter ist es.

 

Nun – bei der Recherche dieses Beitrags bin ich für neu gekaufte/aussehende Lederhosen auf einen Tipp gestoßen, den ich wirklich NICHT weiterempfehlen möchte, da ich ihn alles andere als gschmackig finde. Doch für den einen oder anderen kann diese Information vielleicht sehr hilfreich sein.

 

Es heißt, man solle seine Hendl-Finger fleißig bei jeder Gelegenheit am guten Stück abwischen oder wie in guten alten Zeiten es gemacht wurde, ein Stück Butter einarbeiten. Dabei muss man aber mit einer ranzigen Geruchsbelästigung rechnen. Für eine geruchlose Alternative dient auch Melkfett dazu, dass bei den Plattlerhosen beim Tanzen der Schlag lauter klingt.

 

Nun gut. Es sei der Wirtschaft gedankt, denn man kann solche Stücke auch neu unter dem Titel „Used Look“ erwerben. Beim derzeit so angesagten „Antiklook“ wird die Lederoberfläche nach Fertigung aufwendig behandelt, damit sie Gebrauchsspuren und eine echt wirkende und vor allem geruchlose Patina erhält.

 

Diese Hose endet in Kniehöhe oder unterhalb des Knies als Knickerbocker und man kann sie mit oder ohne Hosenträger tragen. Verzierungen in Form von Stickereien, Münzketten oder Geweihteilchenanhänger können entsprechend angebracht, die Aufmerksamkeit des Betrachdeters vom Gesichtskontakt auf die jeweilige Körperstelle ablenken.

 

Zünftige (selbstgestrickte) Stutzen übers Wadenbein getragen oder lässig nach unten gerollt, sind ein unbedingtes Musthave dieser Garderobe, die entsprechenden Trachtenschuhe vervollständigen die Bekleidung des Unterteiles des Mannes.

 

Ein naturfarbenes bzw. weißes Pfoad wird traditionell zur Krachledernen getragen. Dieses Hemd hat wie alle Trachtenkleidungsstücke seinen Ursprung in der Arbeitswelt der vorigen Jahrhunderte. und ermöglichte in der damaligen Zeit die nötige Bewegungsfreiheit beim Arbeiten.

 

Heute gibt es neben dem traditionellen bequemen Pfoad noch die Möglichkeit, seinen Body durch körperbetonte bzw. mäßig weite Karohemden zu betonen. Heuer der letzte Schrei! Dazu trägt MANN ein farblich dazu passendes einfarbiges Gilet oder eine Trachtenweste oder einen Janker.

 

Was vergessen?

 

Jeder Mann hat in seiner Krachledernen natürlich „seinen“ Taschenfeitel, damit er unter anderem seiner Angebeteten ein Pfeiferl aus Holunder- oder Weidenholz schnitzen kann! Anleitungen dazu gibt es im Internet.

 

So nun sei alles gesagt, weitere Anregungen nehme ich gerne entgegen.

 

Ich mache mich nun auf den Weg und suche auf der Münchner und Wiener Wiesn den richtigen Buam, der mir noch so a Pfeifferl schnitzen kann… JJJ

 

Ich wünsche euch viel Spass bei euren Wiesnfesten in eurem persönlichen Trachtenoutfit. Vielleicht sehen wir uns sogar da oder dort.

 

Alles Liebe!

 

Jnna

Jeder Mensch
ist eine
einzigartige
individuelle Persönlichkeit
durch sein Aussehen,

seine Gestik und Mimik

und Charaktereigenschaften.

 

Erkennen Sie
"IHRE" Individualität
und tragen Sie diese
voll Stolz in Ihrem Herzen!

 

 

 

Ganz sanft

bekommt die Seele

mit der Zeit

die Farben deiner Gedanken. 

Jnna Ressl